1: Ich als Vorbild für mein Kind
Wo erlebt mein Kind, dass ich mich für mich, meine Werte sein setze? Dass es sich manchmal im Leben wirklich lohnt, dafür ein zu stehen? Dass es das Risiko wert ist, auf zu stehen und zu sich und zur Familie zu stehen?
Auch, wenn Situationen manchmal schwierig zu sein scheinen. Kinder spüren, wenn es sich „echt“ anfühlt, wenn Ihnen etwas wichtig ist, wenn Sie sich anders verhalten. Wenn es eben nicht peinlich ist, sondern es Ihnen spürbar wichtig ist.
Was schätze ich an mir? Was schätze ich beim anderen Elternteil?
Kann ich 3 Situationen spontan nennen, wo ich auf mich stolz war?
2: Krafttier oder Superheld?
Viele Kinder/Jugendliche lieben in einem bestimmten Alter Held:innen.
Machen Sie mit Ihrem Kind ein Experiment. Jede:r sucht sich einen Held:innenfigur aus.
Welche wäre das? Welche Superkräfte hat sie/er? Warum lieben Sie diese Figur? Wenn Sie und Ihr Kind jetzt jeder diese Kraft hätten… Auch wenn Sie die evtl. notwendigen Gegenstände (wie Mantel, Stiefel, … ) mit hätten … Wo würden Sie diese Kraft spüren (im Körper), z.B. Muskel wachsen, die Stimme wird tiefer, der Gang hüpfend, die Stimmung stark, …
Probieren Sie es gemeinsam einen Tag aus. Wer merkt am Gegenüber den Unterschied?
Reden Sie dann beim Abendritual über die Erfahrungen.
Wo hat die Kraft geholfen? Was hat sich anders angefühlt? Wenn es zu wenig stark war, dann kann sich die Figur auch noch ein Krafttier ausdenken, …
3: „Ich fordere dich heraus…!“
Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Fähigkeiten die es richtig gut kann und gerne macht. Dann bitten Sie es um einen Wettkampf gegen Sie. Vereinbaren Sie die Regeln. Wenn Sie einen Schiedsrichter brauchen dann organisieren Sie eine Person. Fragen Sie nach der Selbsteinschätzung, wer wohl besser sein könnte und warum.
Dann geht es los.
Seien Sie ehrlich. Sollte ihr Kind verlieren, dann besprechen Sie, was trainiert werden kann fürs nächste Mal oder welche Tricks Sie zum Gewinnen überlegt haben. Wenn es gewinnt, dann gratulieren Sie. Fragen Sie auch ehrlich nach den Strategien, Ideen und Tricks.
Stärken Sie Ihr Kind und lassen Sie es den Erfolg spüren. Reden Sie auch über den Mut, den es kostet, gegen Erwachsene anzutreten. (Wichtig: nicht gegen Geschwister antreten lassen, wenn der Ausgang nicht klar ist.)
Erzählen Sie auch anderen davon, wie stolz Sie auf Ihr Kind und dessen Mut sind.
Sollten Sie aber das Gefühl haben, dass Ihr Kind mehr Stärkung im Alltag braucht – dass diese Übungen zu wenig sind – können Sie gern bzgl. eines Was-ist-los-Coachings anfragen. Das braucht oft ein bisschen Mut! 😉



