Was Rollen mit uns machen …
Heute müssen Frauen flexibel ihre Rollen tauschen, stets zwischen den Aufgabenfeldern switchen. Studien zeigen, dass Familien mehrheitlich noch traditionell aufgebaut sind: Männer arbeiten Vollzeit, Frauen Teilzeit, Familienarbeit ist ungleich verteilt. So sieht ein typischer Tag für Frauen aus: Frühstück machen – Kinder in die Schule/Kindergarten bringen – ab in den Job – dann wieder rasch nach Hause – kochen – bei der Hausübung helfen – nebenbei Haushalt – raus an die frische Luft – Abendessen zubereiten – Zeit mit der Familie – Kinder zu Bett bringen – Partnerzeit. Noch irgendetwas vergessen? Ach ja, einkaufen, und den Sport, FreundIn treffen, Wellnesswochenende, Fortbildung. Dabei üben Frauen viele Rollen aus: Mutter, Ehefrau, Mitarbeiterin/Chefin, Nachmittagsbetreuerin, Liebhaberin, Freundin, …
Ruhig mal Stopp sagen
Diese Rollenvielfalt führt oft zu Überforderung. Doch wie kommt man aus diesem Hamsterrad heraus, ohne dass Kinder oder Partner(in) leiden? Gerade jetzt in diesem Augenblick beginnen Sie bereits damit. Sie lesen diesen Blog und halten inne. …………….. STOPP …………… kurze Zeit nichts denken MÜSSEN ………….. Nehmen sich Zeit, um nachzudenken. Wo im Alltag gibt es noch solch kurze Verschnaufpausen? Auf der Fahrt zum Job (evtl. öffentlich), beim Warten auf die Kinder im Auto, während diese Flöte oder Fußball spielen?
Jede Rolle braucht ihre Zeit und Energie. Und dazwischen muss es Erholung geben. Zeigen wir unseren Kindern, dass WIR auch Stopp sagen dürfen! Denn wir sind Vorbilder für unsere Kinder. Sie erleben tagtäglich, dass in der heutigen Zeit das Funktionieren als Mutter/Vater, Freundin/Freund, Erwerbstätige/r, Liebespartner(in) scheinbar wichtig ist. Sie erleben aber auch unsere kleinen Durchschnaufer, diese kurzen Momente des Freiraums. Wie verbringen wir diese Momente? Achten wir auf unsere Grenzen? Es kommt auf die Qualität nicht auf die Quantität an! Lehren wir unseren Kindern, dass wir Prioritäten setzen dürfen und dass uns das stolz macht. Dass wir ganz bewusst den Freiraum selbst gestalten dürfen. Dass wir entscheiden dürfen, wie viel Zeit der Haushalt einnimmt, die Gespräche miteinander, die Paarzeit. Denn wer sagt, was als Mutter/Vater gut oder schlecht ist? Wer bewertet unser Verhalten? Im Grunde wir selbst als Teil der Gesellschaft. Und zwischen diesem „Weiß“ und „Schwarz“ gibt es jede Menge „Grau“. Das ist unsere Chance und Entlastung gleichzeitig. Die Mutter-/Vaterrolle kann immer wieder neu erfunden werden.

Das Stoppsagen fällt manchmal gar nicht so leicht. Da gibt es Glaubenssätze, die uns sagen, dass es doch bisher jeder geschafft hat. Dass andere auch mit dem Stress klar kommen, … eine 3. bzw. aussenstehende Person kann hier jedoch leichter unterstützen, ist nicht in die Familiengeschichten verstrickt und traut sich Dinge an zu sprechen. Gibt eine Aussensicht. Trauen Sie sich mal “draufzuschauen” auf Ihre Stressmomente. Jede kleine Verschnaufpause und ein Raus-aus-dem-Müssen zählt!


